Die “Bremer Ritze”, oder neue Wege zum dichten Boot

Wie ja der ein oder andere Leser hier schon mitbekommen hatte, litt ASTRA ja die letzte Saison über an einem seltsam undichten Überwasserschiff. Hauptgrund dürfte aus meiner Sicht sein, dass die Nieten, vor allem die Nietköpfe mit den Scheiben, langsam aufgearbeiteten hatten. Wahrscheinlich sind die Nieten selbst mit der Zeit etwas tiefer ins Holz gewandert und die Nietscheiben lösten sich mehr oder weniger auf. Auch wenn viele das nicht glauben wollten oder wollen, aber wenn Kupfer absolut nicht oxydieren oder zumindest mit der zeit verändern würde, wären viele Dachdecker auf Kirchenschiffen aus Kupfer arbeitslos!
Das ergebnis von jahrelangem segeln und den wahrscheinlich nachgebenden Nieten kann man hier sehen:
Landungen von unten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Teilweise kam man mit einer dünnen Fühlerlehre komplett bis nach innen durch!

Ich hatte im Februar an dem Renovierungsseminar des FKY teilgenommen und dabei auch Uwe Baykowski mein Problem geschildert. Meine idee oder ansatz im Überwasserbereich war, dass man eigentlich ein Werkzeug bräuchte welches die Landungen freikratz, fräst oder schleift, um nur in diesen engen Bereich MS-Polymerdichtmasse einbringen zu können. Aus meiner Sicht war es nicht hinnehmbar, dass man die braune Dichtpampe auf schönen Holz sehen kann.
Uwe trat dann mit den Firmen FESTOOL und von der linden in Kontakt, die auf der Boatfit in Bremen bereits mit einer Fräse erste Versuche unternommen hatten die Landungen zwischen den Planken komplett freizufräsen und mit Epoxy und Leisten zu verkleben. Gestern morgen war es dann so weit und die Arbeiten an ASTRA begannen und quasi als Versuchskaninchen sollte nun an einem kompletten Boot die neue Technik erprobt werden.

Zuerst wurde von Tobias die Landungen freigefräst:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben: Die aufgefrästen Landungen von unten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach wurde die Nut mit SIX10-Epoxy von WEST aufgefüllt und die 4*10 mm-Leisten eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch ein Bild der Oberfräse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruss

Stefan

3 Kommentare

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Die neue Saison hat begonnen

an ASTRA kamen mir in den letzten zwei jahren einige nieten nicht mehr ganz astrein vor. wenn man mit einem marlspieker an der nietscheibe kratzte konnte man teilweise ganze schichten an kupfer abtragen. zudem
ist mir aufgefallen, das wohl einige nietenscheiben nur noch lose auf den nägeln saßen, teilweise auch gar nicht mehr vorhanden waren (gestern mit erschüttern entdeckt). auch brauchten einige stöße letztes jahr endlos lang, bis diese endlich dicht waren.
für die kommende saison sollen diese beiden schwachstellen beseitigt werden!
ich hatte gestern begonnen die alten nietscheiben wegzubekommen. war aber eine sehr anstrengende arbeit mit der flex in der hand durchs boot zu kriegen. die scheiben hatten sich teilweise zu einem art kupferpulver zersetzt und dieses pulver flog natürlich durchs ganze boot. da half meine staubschutzmaske auch nur bedingt. bisher sind ungefähr 350 nietscheiben entfernt und nun kommt die frage aller fragen, die zur zeit auch schon einige experten beschäftigt:
- soll ich die alten nieten durch neue ersetzt oder durch V4A schrauben mit scheibe und mutter?

für die schraubenlösung spricht die leichte montage ohne zweiten mann. auch könnte die ein oder andere mutter auch mal im livebetrieb nachgezogen werden.
für die kupfernägel spricht allein die tradition! dagegen ist die montage, also das nieten, sklavenarbeit und ich brauche einen zweiten mann für ca. 5 tage, der von aussen immer gegenhält.

wer ne meinung oder eine idee hat, kann diese gern posten oder mir mailen unter stefan@die-astra.de

die alten stöße sind aus meiner sicht dagegen ne leichte arbeit, da die doppelung schnell abgenommen ist. danach nur sauber schleifen, neu verkleben und vernieten ( oder schrauben).

gruss

stefan

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Facebook/ Pinnenverlängerung

einer der vielen ASTRA-Freunde ist die Aero-vaerft und die haben neulich bei facebook fotos einer neuen pinnenverlängerung gepostet, die ich hier posten möchte um zu zeigen was tolles handwerk gepaart mit neuen werkstoffen doch bringen kann.

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Winterimpressionen

ich war gestern mal bei ASTRA um nach dem rechten zu schauen.
war soweit alles in ordnung. sehr angetan war ich vom kiel, wo keinerlei rostspuren
der nicht rostfreien kielbolzen zu sehen waren.

und dann noch ein kleiner blick übern den rüschkanal finkenwerder.

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Fazit Renovierungsseminar des FKY beim Kieler Yacht Club

Letzten Sonntag hatten wir den zweiten teil des renovierungsseminar mit dem schwerpunkt oberflächentechnik und literaturtips.

FAZIT des Seminars: für jemanden, der sich überlegt ein klassisches boot/ holzboot zu kaufen ist das seminar im vorfeld fast ein MUSS, damit er überhaupt abschätzen kann, welche arbeiten und schwierigkeiten auf ihn zukommen können und mit großer wahrscheinlichkeit auch werden. für den ambitionierten hobbybootsbauer ist das seminar auch eine sehr gute plattform um sich auch mit anderen bootsbesitzern auszutauschen und tips und ideen zu bekommen.

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Bootsbauseminar in Kiel

ich war heute zum ersten tag des bootsbauseminars vom KYC. es war sehr interessant von profis zu erfahren, wie die arbeiten und welche erfahrungen gemacht wurden. auch der vortrag der Firma CMT über den einsatz moderner klebetechniken auf EPOXY-Basis war sehr interessant und dürften dem ein oder anderen boot den weg auf den friedhof der geschichte ersparen.
morgen geht das seminar mit teil 2 “Oberflächentechnik” weiter und ich bin schon gespannt zu erfahren, ob ich letztes jahr bei ASTRA eigentlich alles richtig gemacht habe.

gruss

stefan

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Neues Jahr, neues Glück

ASTRA steht zur Zeit hoch und trocken in Finkenwerder auf dem Hof, draußen!
Deshalb kann zur aktuell nichts am Boot gemacht werden. So ist genügend Zeit sich
um andere Dinge zu kümmern.

Freunde von mir und ich waren die letzten Jahre einige male mit dem SC RHE an
der einzigen deutschen Hochseeregatta NORDSEEWOCHE dabei. Da das unser abschneiden sich
immer zwischen “nicht ankommen” und LETZTER bewegte, haben wir nun beschlossen unser Glück
auf einem anderen Boot zu suchen und uns deshalb eine FIRST 36.7 gechartert.
Leider sind die Regularien für die NORDSEEWOCHE so streng, dass die Regatta nicht mit
einem FOLKEBOOT gesegelt werden darf.

Mehr zu dem kleinen Projekt über Pfingsten mit laufenden updates und Bilder unter www.nordseewoche.com

Gruss

Stefan

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